In Galicien gilt das Gesetz: Frisch aus dem Atlantik, bodenständig vom Feld, spektakulär von der Weide – und essen, bis die Hose spannt!
Hier das Best-of im Schnelldurchlauf:
Butterweicher Krake auf Holzteller, ertränkt in Olivenöl, grobem Salz und scharfem Paprikapulver. Dazu gibt es Cachelos (geniale Salzkartoffeln).
Miesmuscheln (Mejillones): Riesig, saftig, oft in Weißwein-Knoblauch-Sauce.
Entenmuscheln (Percebes): Sehen aus wie Dino-Klauen, kosten ein Vermögen (lebensgefährlich zu ernten), schmecken nach purem Ozean.
Chuletón & Vaca Vieja: Das absolute Fleisch-Highlight! Gigantische Steaks von glücklichen Weiderindern oder der „alten Kuh“ (bis zu 12 Jahre alt). Extrem marmoriert, dry-aged und so intensiv-nussig, dass es auf der Zunge schmilzt.
Padrón-Paprikas: Kulinarisches Russisch-Roulette. Die meisten sind mild, manche brennend scharf. Wer die scharfe erwischt, zahlt das Bier!
Empanada: Herzhafter Teigkuchen mit Thunfisch-, Fleisch- oder Kabeljaufüllung.
Caldo Gallego: Deftiger Eintopf aus Kohl, Bohnen, Kartoffeln und Speck – weckt jeden müden Pilger auf.
Tarta de Santiago: Saftiger, glutenfreier Mandelkuchen mit dem Puderzucker-Jakobuskreuz.
Tarta de Queso
Queimada: Brennender Schnaps-Hexentrank aus Tresterbrand und Zucker. Vertreibt unter lauten Flüchen böse Geister (und sorgt für Katergarantie).
Wer hier hungrig nach Hause geht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren!
Galicische Getränke:
In Galicien fließt die Magie direkt ins Glas. Das Land der Kelten und Hexen (Meigas) löscht den Durst mit Getränken, die so mystisch sind wie seine nebelverhangenen Wälder:
1. Die galicischen Weine trotzen dem wilden Atlantikwetter auf fast magische Weise:
Albariño: Ein hellwacher, mineralischer Weißwein. Die Reben wachsen oft auf Granitböden nah am Meer, sodass der Wein schmeckt, als hätte man die salzige Gischt des Ozeans und die Frische des galicischen Regens in Flaschen abgefüllt.
Mencía: Der mystische Rotwein aus den schwindelerregend steilen Flusstälern der Ribeira Sacra („Heilige Ufer“). Die Trauben werden dort an Hängen geerntet, die so steil sind, dass es an Hexerei grenzt. Schmeckt wild, erdig und nach dunklen Waldbeeren.
Estrella Galicia: Dieses Bier ist. Es wird in A Coruña gebraut und ist ein herberes, würzigeres Lagerbier als die meisten anderen spanischen Biere. Es schmeckt erfrischend, hat aber ordentlich Charakter – genau wie die Galicier selbst.
Suchst du nach dem absoluten Endgegner, greifst du zur „1906“ (auch aus dem Hause Estrella Galicia). Das ist ein dunkles, malziges Starkbier mit stolzen 6,5 % Alkohol. Schmeckt fantastisch, aber nach zwei davon fängst du auch ohne Hexenfluch an, die Geister tanzen zu sehen!
Eins schamanisches Ritual. Starker Tresterbrand (Orujo), Zucker, Zitronenschalen und Kaffeebohnen werden in einem Tontopf entzündet. Während die blauen Flammen tanzen, wird ein Hexenfluch (Esconxuro) aufgesagt, um böse Geister zu vertreiben. Wer davon trinkt, reinigt seine Seele – und riskiert den Kater des Jahrhunderts.
Das inoffizielle Nationalgetränk. Ein tiefschwarzer, süßer Kaffeelikör auf Orujo-Basis. Jede Familie hat ihr eigenes Geheimrezept, das strenger gehütet wird als der heilige Gral. Er weckt nach einem üppigen Essen die Lebensgeister und schmeckt so intensiv, als hätte man die dunkle Seele Galiciens destilliert.
Trinkspruch der Einheimischen: „Eu non creo nas meigas, mas habelas, hainas.“ (Ich glaube zwar nicht an Hexen, aber es gibt sie.) Und ihre Getränke beweisen es!