Einst ein prachtvolles herrschaftliches Landgut (Pazo) aus dem 19. Jahrhundert, diente es als Sommerresidenz des Politikers Montero Ríos. Später wurde es zu einem wichtigen forstwirtschaftlichen Forschungszentrum.
Ein faszinierender, fast märchenhafter Palast im modernistischen Stil, der heute eine melancholische "Lost Places"-Atmosphäre versprüht.
Der Botanische Garten: Ein über 50 Hektar großes Paradies mit riesigen Mammutbäumen, jahrhundertealten Kamelien und einem historischen Jugendstil-Gewächshaus aus Glas und Eisen.
Das Hauptgebäude ist leider komplett geschlossen und sanierungsbedürftig. Dennoch ist die spektakuläre Außenfassade mit der riesigen Freitreppe und der riesige botanische Garten und das Außengelände auf jeden Fall einen erholsamen Besuch in der Natur wert! Der Eintritt ist frei.
Wo: In Agrovello, in der Provinz Pontevedra (Galicien, Spanien), idyllisch an der Ría de Pontevedra gelegen.
Erreichbarkeit: * Mit dem Auto: Nur ca. 10 Minuten vom Stadtzentrum Pontevedras entfernt (über die PO-11/PO-12 Richtung Marín). Parkplätze sind vor Ort.
In Galicien sagt man: „Eu non creo nas meigas, pero habelas, hainas“ (Ich glaube nicht an Hexen, aber es gibt sie). Auch um den Pazo do Lourizán ranken sich solche Mythen.
Es heißt, dass die dichten, oft nebelverhangenen Wälder und der verwunschene botanische Garten des Gutes ein magischer Rückzugsort für die galicischen Hexen (Meigas) waren. Die Legende besagt, dass sie sich in mondlosen Nächten im Schutz der riesigen, jahrhundertealten Bäume und nahe der versteckten Brunnen und Grotten versammelten. Dort brauten sie ihre heilenden (oder verfluchenden) Tränke aus den exotischen Pflanzen des Parks und hielten ihre geheimen Rituale ab, um die Naturgeister um Schutz anzuflehen. Bis heute hält sich der Glaube, dass in den nebligen Morgenstunden ein Hauch dieser alten Magie zwischen den verfallenen Mauern des Palastes schwebt.