Sobald du den Fuß auf den puderzuckerweißen Sand der Playa de Rodas setzt, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Traum. Der Strand verbindet zwei Inseln wie eine schmale Sichel aus Licht, umspült von Wasser, das so kristallklar ist, dass die Fischerboote darauf zu schweben scheinen.
Der Duft: Eine würzige Mischung aus salziger Meeresbrise und dem tiefen, beruhigenden Aroma der Pinienwälder, die die Hügel krönen.
Das Licht: Wenn die Sonne den Zenit erreicht, leuchten die Granitfelsen in warmem Gold, während das Meer in Nuancen von Aquamarin bis Smaragdgrün funkelt.
Die Stille: Fernab von Motorenlärm hörst du nur das ferne Kreischen der Gelbfußmöwen und das sanfte, beinahe schüchterne Rollen der Wellen am Ufer.
Es ist ein Ort, der nicht laut um Aufmerksamkeit buhlt, sondern dich mit seiner unberührten, fast zerbrechlichen Schönheit umarmt. Ein Stück Paradies, das zeigt: Der Himmel auf Erden braucht keine Palmen – er braucht nur diesen weißen Sand und diesen endlosen, blauen Horizont.
das Paradies ist – zu seinem eigenen Schutz – kein offenes Buch, sondern ein kostbares Geheimnis. Da die Islas Cíes Teil des Nationalparks Islas Atlánticas de Galicia sind, stehen sie unter strengem Naturschutz, damit ihre ursprüngliche Schönheit genau so erhalten bleibt, wie ich sie gerade beschrieben habe.
Damit die Inseln nicht überlaufen werden, ist die Besucherzahl streng limitiert. Hier ist der Fahrplan für dein Abenteuer:
Die Genehmigung (Xunta de Galicia): autorizacionillasatlanticas.xunta.gal
Bevor du ein Ticket kaufst, musst du online auf der offiziellen Website der galicischen Regierung eine kostenlose Besuchererlaubnis beantragen. Du erhältst einen QR-Code, der für einen bestimmten Tag gültig ist.
Die Fähre: Mit diesem Code kannst du dein Ticket bei einer der Reedereien (z. B. Mar de Ons oder Nabia) buchen. Die Fähren legen meist von Vigo, Baiona oder Cangas ab. Die Überfahrt dauert etwa 40 Minuten.
Wichtig zu wissen: Auf den Inseln gibt es keine Mülleimer – alles, was du mitbringst, musst du auch wieder mit ans Festland nehmen. Zudem ist die tägliche Kapazität besonders im Sommer schnell erschöpft, also solltest du frühzeitig reservieren.
Ein kleiner Tipp: Wenn du das Paradies fast für dich allein haben willst, versuche einen Platz auf dem einzigen Campingplatz der Insel zu ergattern. Sobald die letzte Fähre am Abend den Steg verlässt, gehört die Stille der Insel ganz den Campern und den Sternen.
Der Prozess ist ein wenig speziell, da die offizielle Regierungsseite selbst keine Tickets verkauft, sondern nur die Genehmigung (Autorización) erteilt. Mit dieser Genehmigung kannst du dann bei privaten Fährgesellschaften das eigentliche Ticket kaufen.
Hier ist der direkte Link und der Ablauf:
Du musst zuerst hier deine Reservierung vornehmen: 👉 autorizacionillasatlanticas.xunta.gal
Wähle dort "Visitors" (oder "Visitantes") und dann "Cíes".
Nach der Anmeldung erhältst du einen Pre-Reservation-Code.
Sobald du den Code von der Regierungsseite hast, hast du genau zwei Stunden Zeit, um dein Fährticket bei einer der autorisierten Reedereien zu buchen. Wenn du das Ticket nicht rechtzeitig kaufst, verfällt der Code automatisch.
Die bekanntesten Anbieter sind:
Mar de Ons: mardeons.es
Piratas de Nabia: piratasdenabia.com
Kosten: Die Genehmigung der Regierung ist kostenlos. Bezahlen musst du nur das Ticket für die Fähre (meist zwischen 18 € und 25 € für Hin- und Rückfahrt).
QR-Code: Erst nachdem du das Ticket gekauft hast, wird die vorläufige Genehmigung in eine endgültige umgewandelt. Du bekommst dann einen QR-Code per E-Mail, den du am Hafen vorzeigen musst.
Limit: Pro Tag dürfen maximal 1.800 Besucher auf die Insel. In der Hauptsaison (Juli/August) solltest du mindestens 2–3 Wochen im Voraus buchen.
Kleiner Hinweis am Rande: Pack dir unbedingt eine Jacke für die Fährüberfahrt ein – der atlantische Wind kann selbst an heißen Tagen ziemlich erfrischend (sprich: eiskalt) sein!